Das Prisma [Spielbericht Teil 3]

System: Splittermond

Abenteuer: Das Prisma von Peter Menke

[Teil 3 – aus Spielersicht]

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ACHTUNG! SPOILER! Wer das Abenteuer noch nicht gespielt hat, sollte daher lieber später wiederkommen!

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Hoch hinauf und tief herunter

Als wir alle zusammen noch einmal über den gefundenen Unterlagen sitzen, kommt uns der Verdacht, dass der Leichnam in einer Höhle liegt. Schnell keimt der Gedanke an die Miene auf und so beschließen wir, dort unser Glück – oder noch besser das Medaillon – zu suchen.

Kesha und Elja erinnern sich an eine Vision vom „Reptilienbaron“. So wie die beiden es beschreiben, scheint es so etwas wie eine Schleife zu sein, da sie immer wieder die gleiche Szene sehen. Obwohl dieses eine wahrlich interessante Beobachtung ist, zieht es Bao auf den Dachboden des Herrenhauses. Geschickt hangelt er sich empor. Oben angekommen kann er allerdings gar nicht so viel erkennen, da durch die stark verdreckten Fenster nur spärliches Licht fällt. Immerhin kann er erahnen, dass einer der Räume einst pompös gewesen sein muss. Kesha, die zur Unterstützung ebenfalls nach oben kletterte, sieht wieder eine Erscheinung: Das Geisterbild einer jungen Frau. Sie schwingt einen Säbel, mit welchem sie offenbar die Tür verteidigt. Schließlich sackt die Gestalt in sich zusammen und Kesha hört einen Kinderschrei. In einem weiteren Raum sind noch die Reste einer Wandverkleidung zu erahnen. Meine Gefährten streifen weiter auf dem Dachboden umher und schon bald ereilt Kesha die nächste Vision: Dieses Mal aber nicht als Bild, sondern als Duft. Die Gnomin beschreit es als eine Blume, deren Geruch ihr zwar irgendwie bekannt vorkommt. Leider will ihr absolut nicht einfallen woher. Ich werde hinzu gerufen und auch mich ereilt eine Vision. (Verflixt, was ist denn das für ein Spukhaus hier!) So ganz kann ich allerdings nicht deuten, was ich sehe. In jedem Fall eine aschgraue Frau – es scheint sich um eine Zwergin zu handeln – und Zapflinge.

Nachdem wir auf dem Dachboden nicht wirklich etwas hilfreiches gefunden haben, beschließen wir uns noch einmal gemeinsam im Keller umzusehen. Doch auch dort erregt nichts unser Interesse. (Visionen hat dort auch niemand.)

Einfach dufte

Kesha lässt der Duft der Vision nicht mehr los. (Wann RIECHT man denn auch schon mal eine Vision?!) Sie beschließt in den Garten zu gehen und sich durchzuschnüffeln… Unsere Gefährten begleiten sie und belauschen so, eher ungewollt, ein Streitgespräch.

Ich bekomme davon nichts mit, da ich mit unseren Gastgebern ein wenig Konversation betreibe. Alles andere wäre unhöflich und wenigstens einer muss ja hier die Kontenance bewahren! Ich finde Halfgard, in einer Familienchronik lesend, vor. Erfahre während unseres Gesprächs aber auch weder Neues, noch Interessantes.

Im Garten finden sich tatsächlich Blumen, welche dem Duft aus der Vision entsprechen: Egaris Becher. Diese weißen Blumen, sondern ein Gift ab, sobald sie ins Wasser gestellt werden…

Mit dieser Erkenntnis – und dem Gefühl irgendetwas vergessen zu haben – kehren wir ins Dorf zurück.

Ausgeklügelte Geschäftsidee

Bevor der Tag sich dem Ende neigt besorgen wir uns noch Werkzeug für unseren geplanten Ausflug in die Miene. Bao nutzt sein Feilschertalent und damit einen kleinen Rabatt. ICH fand das ja unerhört, denn eigentlich müssten DIE UNS bezahlen, WEIL wir ihr Werkzeug benutzen. Immerhin können die Händler später mehr Geld dafür verlangen, wenn sie es geschickt anstellen: „Diese Werkzeuge waren in HELDENhand.“ „Werkzeug für Helden. Von ECHTEN Helden geprüft!“… Aber leider scheinen die hier nicht besonders einfallsreich…

Da rappelt das Gebiss…

Am nächsten Morgen brechen wir auf. Den Eingang zu finden erweist sich als schwierig, da alles zugewachsen ist. Es ist, mal wieder, Kesha die ihn letztlich, unter Dornen verborgen, findet. Nachdem wir die Dornen entfernt haben, sehen wir uns Felsen gegenüber. Doch, gut vorbereitet wie wir sind, hacken wir uns – wörtlich – einen Weg ins Innere. Als der Eingang groß genug ist, bilden Arrou und Kesha die Vorhut und werden schon bald von der Dunkelheit verschluckt. Schnell folgen wir ihnen ins Innere. Dort stoßen wir auf eine Metalltür mit merkwürdigen Zeichen. Währen ich noch darüber nachdenke, ob mir diese irgendwann schon einmal begegnet sind, erkennt Bao diese als göttlich Zeichen. Elja versucht – wie könnte es anders sein – die Tür einzutreten… und scheitert grandios. Ich verdrehe die Augen und ziehe die Tür – die gar nicht verschlossen war – einfach auf.

Im Inneren finden wir einen steinernen Sarkophag vor. Arrou und Elja schieben den Deckel an die Seite. Zum Vorschein kommt ein Skelett, mit Medaillon um den Hals! Ebenfalls in der Ruhestätte liegt eine Sense. Zu gut erhalten, als das sie mit dem Toten beerdigt wurde. Arrou hebt sie hinaus und legt sie außerhalb des Sarkophages ab. Und da geschieht es: Der „Tote“ wird plötzlich „lebendig“! Sein Antlitz schwankt zwischen Mensch und Reptil.

… und rennt das Gebein

DAS ist dann selbst für einen gestanden Zwerg wie mich zu viel. Ich meine, irgendjemand muss doch der Welt von unseren Heldentaten berichten! Und wer, wenn nicht DER Chronist!?

Immerhin schaffen es meine Begleiter zu überleben und sogar noch die wandelnde Leiche in Luft aufzulösen. Das Amulett fällt zu Boden und direkt ertönt Bao‘s Schrei: „NICHTS ANFASSEN!!!“ Er findet heraus, dass das Schmuckstück magisch ist und auf keinen Fall mit bloßen Händen angefasst werden sollte. Daher nimmt er ein Tuch, schlägt das Amulett darin ein und bewahrt es nun, zumindest für den Transport, in seinem Wahrsagebrett auf. Die Sense, samt den sterblichen Überresten des Verblichenen, kommen wieder in die Ruhestätte, welche verschlossen wird. Um sicher zu gehen. dass der – nun wirklich tote Tote – nicht (noch einmal) gestört wird, verschließen wir die Höhle wieder mit Steinen und Gestrüpp. Sieht fast aus wie neu (oder alt).

Um die Ereignisse zu verarbeiten und zu beratschlagen, wie wir jetzt weiter vorgehen, begeben wir uns in die nächste Taverne. Bao scheint gut gelaunt, denn er spendiert für alle ein Essen.

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Fortsetzung folgt…

Das Prisma [Spielbericht Teil 2]

System: Splittermond

Abenteuer: Das Prisma von Peter Menke

[Teil 2 – aus Spielersicht]

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ACHTUNG! SPOILER! Wer das Abenteuer noch nicht gespielt hat, sollte daher lieber später wiederkommen!

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Geschichtsträchtig

Die Nacht verlief für die meisten ruhig. Für mich dagegen eher auf- und anregend, da ich spannende Geschichten mit unser Zwergenwirtin austauschen konnte. Nachdem sie uns ein kleines herzhaftes Mahl bereitet hatte und wir gut gestärkt waren, brachen wir wieder auf. Hinaus in die weite Welt, um eine Prophezeiung zu entschlüsseln.

Die Reise verlief ereignislos. Wie gut, dass ich nun mit so vielen neuen Geschichten aufwarten konnte!

Als wir etwa die Hälfte der Strecke hinter uns lag und sich der Tag dem Ende neigte, schlugen wir unser Lager auf. Um sich die Zeit zu vertreiben, forderte Kesha Culwen zu einigen Spielen heraus. Doch egal wie sehr sie sich anstrengte, sie verlor immer wieder. Bao, welcher sich das Treiben bereits etwas länger angesehen hatte, kam so viel Glück dann doch seltsam vor. So versuchte er Magie zu erkennen, konnte jedoch nichts feststellen. Scheint so, als sei unser Jüngling wirklich ein kleiner Glückspilz!

Unser Lager blieb offenbar nicht lange unbemerkt, denn bald näherten sich vier – zugegeben etwas schmuddelig wirkende – Männer, die unsere Gruppe um „eine Spende“ baten. Grade wollten Elja und ich zu unseren Waffen greifen, als Bao, völlig entspannt, beginnt mit ihnen zu plaudern. Schließlich gab er den Räubern (Wobei: Sind es Räuber, wenn sie nicht rauben???) fünf Münzen – zu IHREM Schutz, wie er klar stellte. Daher ließen sie es darauf beruhen und zogen von dannen. Kesha hatte Mitleid mit den Männer und wollte ihnen unbedingt etwas zu Essen da lassen. Die Gruppe lehnte das jedoch ab.

Neuer Tag, alte Prophezeiung

Die Nacht verlief ruhig und entspannt. Unsere neuen Bekannten ließen sich nicht wieder blicken. So konnte wir ausgeruht und entspannt, unsere Reise fortsetzen. Am späten Nachmittag kamen wir dann auch (endlich) in Illia an. Am Wegesrand begrüßten uns Sandsteine, auf denen Sonnenblumen abgebildet sind. Noch mal ein schneller Blick in die Pflanzenprophezeihung. Ja, hier scheinen wir richtig zu sein! (Oder zumindest nicht ganz verkehrt…)

Schließlich machen wir das, was mir auf unseren Abenteuern mit am besten gefällt: Wir kehren in eine Taverne ein. Kesha setzt all ihren Charme ein, um an die eine oder andere nützliche Information zu kommen. Tatsächlich bekam sie den einen oder anderen Tipp und, nach kurzer Beratschlagung, beschlossen wir das „alte Herrenhaus“ aufzusuchen, zu dem viele Bewohner Essen bringen, es meist – aber eben nicht immer – unangerührt bleibt. Da wir erst am nächsten Morgen aufbrechen wollten, nutzte Bao die Gelegenheit sich noch einmal im Wahrsagen zu versuchen. Leider waren ihm die Götter nicht hold, denn es ging schief, so dass er sich plötzlich unwohl fühlte und seine Nase zu bluten begann. Zumindest konnte er sich selbst heilen…

Eingeladen aber nicht einladend

Neuer Tag, gleiches Ziel: Auf ging es zum Herrenhaus, welches noch heruntergekommener aussah, als in meinen Vorstellungen. Sogar ein Baum wächst dort auf einer Seite heraus! Ein B-A-U-M!!! Das gibt eine großartige Geschichte!!!

Wir konnten niemanden entdecken und alles sah sehr unbewohnt aus. Um sicher zu gehen, warteten wir vor dem Haus, während Kesha und Elja sich um das Haus schlichen, um zu sehen, ob es was zu sehen gibt. Tatsächlich trafen die beiden auf eine Zwergin (*887). Sie lädt uns (alle) in das Haus ein, wo wir auf eine weitere Zwergin (*919) und deren Dienerin treffen. Im Gespräch erfahren wir, dass der Vater ein bernsteinfarbenes Amulett trug, welches ihn offenbar in den Wahnsinn trieb. Er wurde damit begraben. Nur einige wenige Eingeweihte wissen, wo sein Grab liegt: Irgendwo auf der Südseite vom Fuß des Berges… Nach einiger Überredungskunst erlaubt uns die Tochter tatsächlich ihren Vater zu exhumieren. Für alle Fälle lassen wir uns das mit Brief und Siegel bestätigen!

Um weitere Anhaltspunkte und vielleicht auch etwas hilfreiches zu finden, dürfen wir uns im Haus umsehen. Dazu teilten wir uns auf. – Was sollte uns hier auch schon passieren? – Ich begab mich mit Bao in den Keller – und wir scheiterten direkt an einer Tür, die sich nicht öffnen lies. Des Abenteurers Glück, wenn er einen Varg dabei hat! So trat Arrou

 das Ding einfach ein. (Wohlgemerkt MIT Genehmigung der Hausherrin!) Während ich mich den ganzen tollen Bücher widmete, untersuchte mein Mitstreiter eine alte Kommode etwas genauer – und fand ein Geheimfach! Darin fanden sich Skizzen, gefertigt mit Kohlestift. Das Motiv: Ein metallisches Amulett. Bao hält mir seinen Fund vor die Nase. Während ich noch so dachte: „Das kommt mir doch bekannt vor…“ höre ich von oben, wie mein Name gerufen wird. Genervt, dass ich wohl doch nicht alles kann, klappe ich das Buch lautstark zu, werfe einen wehmütigen Blick auf die anderen Stapel voller Geschichten und stapfte die Treppe hinauf.

Zapfenstreich(e)

Im Obergeschoss angekommen, erwarten mich gleich zwei Überraschungen. Die beste: Es gibt hier eine Bibliothek!!! Die zweite: Meine Kameraden sind verrückt geworden… Also mehr als sonst… Oder was würdet ihr denken, wenn ihr jemanden mit Holz reden sehen würdet? Eben! Wie sich heraus stellte, muss allerdings auch mein letztes Bier schlecht gewesen sein, denn plötzlich sah ich kleine Wesen, die ziemlich an Äste erinnern. Nur eben mit Armen und Beinen. Und als wäre das noch nicht verwirrend genug, sprachen sie auch noch zu mir!!! Glücklicherweise bin ich sehr sprachbegabt, so dass ich mich mit den Zapflingen, wie sie sich nennen, unterhalten konnte. (Was die kleinen Dinger überraschte!) Wie sich herausstellte kennen sie den „bärtigen grimmigen Mann“ mit seinem „Halslicht“. Es scheint, als würde das hier noch sehr interessant werden. Sicher haben meine neuen Freunde viele spannende Geschichten zu erzählen…

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Fortsetzung folgt…

Handwerkszeug für Rollenspieler [SpliMo]

Vor einigen Tagen kam eine nette Sendung vom Uhrwerk Verlag, die wir bereits sehnsüchtig erwartet hatten:

Das neue Splittermond-Würfelset!

Das „erste“ Würfelset (2017) war bereits längere Zeit ausverkauft, was für alle die „zu spät“ kamen traurig machte. Ich für meinen Teil hatte damals Glück im Unglück: Als ich sie auf der HeinzCon kaufen wollte, waren sie bereits weg gekauft. Doch glücklicherweise bekam ich sie dann kurze Zeit später zum Geburtstag, so dass ich meine Abenteuer noch heute (sofern wir denn live spielen) mit den ganz offiziellen Splittermondwürfeln bestreiten kann.

Erstes Würfelset (2017)

Da das aber nun anderen nichts nutzt, hat Uhrwerk ein Set im neuen Design auf den Markt gebracht. – Dieses Mal waren wir schlauer und haben direkt vorbestellt! 😉 – Nun traf die Lieferung ein und ich habe sie meinem kritischen Mooniblick unterzogen:

Im Set enthalten sind vier 10-seitige und 3-sechsseitige Würfel. Letzteres verwunderte, da im ersten nur Set nur zwei Sechser waren und, so weit mir bekannt, auch bisher nicht mehr für das Spiel gebraucht werden. Ob da vielleicht demnächst eine Regeländerung ansteht? Wer weiß…

Die Größe und das Gewicht (ca. 3g) der Würfel sind, verglichen mit dem ersten Set, gleich. Auch wurde auf allen Würfeln die Sechs durch den Splittermond ersetzt. Beim aktuellen Set sind die Zahlen Weiß, statt Gold gestaltet und auch der Splittermond erscheint irgendwie… anders… Vorteil der neuen Würfel ist in jedem Fall das schnellere/ leichtere Ablesen der Ergebnisse. (Es ist nicht immer ein Klischee, dass Rollenspiele im Keller oder zumindest im Halbdunkel gespielt werden. Bringt einfach oft die richtige Atmosphäre!) Optisch muss ich jedoch sagen, dass mir die „alten“ viel besser gefallen. Die neuen sehen für mich einfach irgendwie zu sehr nach den Standart-Würfelsets aus, die man an jeder Ecke bekommt.

Das neue Würfelset (2020)
Würfel im Vergleich

Doch es gibt Hoffnung: Einer Umfrage nach zu urteilen, wird es vielleicht bald weitere Würfel-Sets geben. Warum sonst sollte gefragt werden, welche Farbe sich die Spieler als nächstes wünschen??? Meine Antwort wäre Blau! Leider steht Blau gar nicht zur Auswahl! – Wehe jemand kommt mir jetzt damit, dass die letzten beiden Sets doch schon Blau waren. Wisst ihr nicht wie viele Blautöne es gibt? Etwa 100 (Volltonfarben). Wenn einem das Blau ausgeht, kann man ja noch mischen und damit wieder ganz viele neue Blautöne schaffen.

Also, lieber Uhrwerk Verlag, ICH wünsche mir die (neuen) Splittermondwürfel-Sets in:

Admiralsblau, Ägäisblau, Ägyptischblau, Aquamarinblau, Atlantikblau, Azurblau, Baby-Blau, Beerblau (Blaubeerenblau), Bergseeblau, Brillantblau, Capriblau, Ceruleanblau, Cyanblau, Düsterblau, Eisblau, Eiswasserblau, Elektrischblau, Enzianblau, Fernblau, Finsterblau, Fliederblau, Frostblau, Gletscherblau, Glockenblumenblau, Goldblau, Graublau, Grellblau, Grünblau, Himmelblau, Jeansblau, Kaptitänsblau, Klarblau, Kobaldblau, Königsblau, Kupfersulfatblau, Lichtblau, Marineblau, Mitternachtsblau, Morgenblau, Nilblau, Oxford Blue, Persischblau, Saphierblau, Sattblau, Stahlblau, Taubenblau, tiefseeblau, Tintenblau, Türkisblau, Ultramarinblau, Verkehrsblau, Wogenblau, Zwetschenblau,…

Um nur einige zu nennen. Dann könnte man bei jedem Set die Farbe der „Augen“ anders gestalten. Wenn das nicht reicht, könnt ihr ja auch noch Muster auf die Würfel machen: mit Punkten, Streifen, Dreiecken, Tränen, … Solltet ihr dann irgendwann keine Ideen mehr haben, wären andere Materialien denkbar: Holz, Metall, Plüsch,…

Und wenn ihr dann all das durch habt, habe ich sicher wieder neue Ideen. 😀

Nicht zu vergessen, dass ja auch das erste Würfelset nicht „Splittermondblau“ war, was an sich ja schon ein kleines Verbrechen ist! 😉

Und besonders Rollenspieler wissen ja: Man kann NIE genug Würfel haben!!!

Das Prisma [Spielbericht Teil 1]

System: Splittermond

Abenteuer: Das Prisma von Peter Menke

[Teil 1 – aus Spielersicht]

ACHTUNG! SPOILER! Wer das Abenteuer noch nicht gespielt hat, sollte daher lieber später wiederkommen!

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Standing Ovations

(Hafenstadt vor Eoria) werden wir gebührend in Empfang genommen: Klatschen, wehende Fahnen, Fanfaren, Jubel… Der Naga wird mit neugierigen Blicken beäugt und einige stürmen neugierig auf ihn zu, um mehr über dieses seltsame Wesen zu erfahren. Da dieser sich aber nur rudimentär verständigen kann, bekommen sie nicht all zu viel zu hören.

Vahlin setzen wir bei unser Anlandung ab und überlassen ihn seinem eigenen Schicksal. Dankbar dem (fast) sicheren Tod entgangen zu sein, ziehr er seines eigenen Weges.

Die Bewahrer bieten ihre Hilfe an, als sie sehen, dass Ss’io verletzt ist. Mit seiner Einverständnis, nimmt der Naga die Hilfe an und bleibt in deren Obhut, bis er wieder fit ist.

Nach der langen Schiffsreise genießen wir den festen Boden unter den Füßen und einige nutzen die Zeit mit ihrer hart verdienten Belohnung die Wirtschaft anzukurbeln.

So macht Bao sich, in Begleitung von Elja und Arrou auf den Weg zu einem Heiltrankhändler. Neben Heiltränken werden noch viele andere Waren feil geboten, doch da es noch immer keine sprechende Postkarten (Eine Marktlücke, die einst einer unser früheren Begleiter aufgedeckt hat!) gibt, gibt es keine anderen Dinge, die ihre Augen erfreuen und zum Kauf anregen.

Nach einigen Tagen wird uns eine Kutsche gesendet, die uns nach Eoria bringt. Dort treffen wir auf einen Abgesandten des Bewahrerordens, der uns um Hilfe bittet. Wir sollen bei der Suche nach einem Prisma helfen: Der Bund hat Paraphrasen überreicht bekommen. Um diese Orakelsprüche (besser) zusammen setzen zu können, benötigen sie eben dieses Objekt. Laut Wächter wissen sie in etwa wo sich das Prisma befindet. Als kleine Hilfe, die wie immer ziemlich wirr ist, wird uns „Die Pflanzenprophezeiung“ überreicht: [Auszug] „Wo die zögerliche Zypresse in dreifachen Mondschein fiel. Da welkt auch die Sonnenblume, die mit dem Schilf rang, dahin“ Immerhin liegt, auf Grund dieser Formulierung nahe, dass wir unsere Suche in Vilnur (Shanadir) beginnen sollten, da dieses 3 Monde im Wappen haben und dort viele Sonnenblumen angebaut werden.

Ein Schiff wird kommen

Ein Schiff, samt Verpflegung wird uns gestellt. Kesha kommt auf die glorreiche Idee, die mehrtägige Überfahrt für ein Sonnenbad an Deck zu nutzen – in einer Hängematte. (Landratten!) Leider konnte ich meine Gefährten nicht davon überzeugen, einen Abstecher nach Korobrom (meiner Geburtsstadt) zu machen. Dabei hatte ich ihnen die köstliches Seegurken versprochen! [= Iridion – Seegurkenhandel in Tradtion!]

Plötzlich ertönt ein „Hey da! Habt ihr ein paar Münzen für mich?“ und eine zerlumpte, mit Möwenkot beschmierte Gestalt schält sich vom Boden. Bao gibt ihr 5 Kupfermünzen. Darauf bietet die Zwergin uns an, uns herumzuführen, was wir jedoch ablehnen. Allerdings lassen wir uns eine Wegbeschreibung geben, so dass Kesha uns direkt zu unserem ersten Ziel bringt: Einem Haus direkt am Marktplatz. Nachdem auf die Worte „KLOPF KLOPF“ niemand reagiert, probiert Kesha es dann doch mal mit richtigem klopfen. Es dauert eine ganze Weile bis eine Menschenfrau, offenbar am Fuß verletzt, uns öffnet. Als sie uns Getränke anbietet, biete ich (im übrigen als Einziger!) Deriona Mabilis selbstverständlich meine Hilfe an! Sie erzählt uns, dass sie tags zuvor als die Treppe herunter gefallen ist. Gerne hätten wir ihr geholfen, was ihren verstauchten Knöchel angeht, allerdings sagt die Novizin, dass bereits ein Heiler sich das angesehen hat. Da ihr Meister Ulwan Olcurim noch einige Tage fort sein wird, beschließen wir uns schon mal auf die Suche zu begeben.

Arrou geht noch einmal zurück zum Hafen und hält nach der Zwergin Ausschau und winkt sie schließlich zu sich. In einer kleinen Gasse bittet der Varg sie ein Auge auf das Haus des Wächters zu werfen. Natürlich gegen einen kleinen Obolus. In der Zeit besorgt Bao uns einen Esel, damit wir den Proviant für unseren 10-14 Tage dauernden Fußmarsch nach Akram, nicht selbst tragen müssen. Und schon machen wir uns, wieder einmal, auf in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang…

Das Wandern ist nicht des Zwerges Lust…

Nur um es festzuhalten: ICH wollte eine Kutsche oder zumindest Pferde nehmen, damit wir unser Ziel schneller erreichen. Meine Begleiter fanden dieses jedoch überflüssig. Dank des guten Wetters kommen wir aber glücklicherweise auch so schnell voran. Einige Tage später treffen wir auf den „Karren der Annehmlichkeiten“, wo ein alter Mann uns heranwinkt, der sich als Donaedh vorstellt, und sagt, er habe für jeden Annehmlichkeiten zu bieten. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass es eine Lüge ist, denn es gab KEINE EINZIGE Seegurke!!! Zumindest konnte Bao seine Vorräte an Kräutern und Tränken ergänzen. Culwen (genannt Émbhra!, wegen seiner roten Haare), der Sohn des Mannes, kann Zukunft vorhersagen, was Bao auch direkt mal ausprobiert. (Allerdings nicht auf sein Gerede hereinfällt, da er dieses viel besser beherrscht.) Da die Nacht bald herein bricht, bietet uns der alte Mann an, dass wir unser Lager bei ihm aufschlagen und am nächsten Tag mit ihm weiter reisen können, was wir dankbar annehmen. Während der abendlichen Unterhaltung erzählt er uns, dass Émbhra! nicht sein leiblicher Sohn ist. Irgendwann fällt Kulvin in eine Art Trance und berichtet von einem Ort, dann erwacht er mit Nasenbluten und taucht seinen Kopf in den nahegelegen Bach.

Auf den Spuren der Mythen und Legenden

Angekommen in dem kleinen Dorf Akram, stellen wir überrascht fest, dass im Wappen keine Sonnenblumen, sondern ein Bündel Schilf auf rotem Grund zu sehen ist. Wir machen das, was wir (ich) immer als erstes nach einer Ankunft machen: Wir suchen die Schenke auf. In der „Taverne bei Gamscha“ werden wir von einer Zwergin (Gamscha) begrüßt und bewirtet. Kesha fragt sie nach der Prophezeiung, in der Hoffnung, dass sie weiß, welche Orte gemeint sind. Es gibt ein Wappen der damaligen Feldherren Djhyabeh, welches auf die erste Zeile zu passen scheint, denn sie haben Sonnenblumen und Schilf auf dem Wappen. Jocairs stellt sich als Bock heraus, welcher an Geheimnissen interessiert ist. „Der Grausame Ernter“ erhielt ein alter Herrscher, der besonders grausam war – und die Menschen selbst, mit seiner Sense, hinrichtete.

Bei Einbruch des Abend geht Bao in sich und versucht unser Schicksal zu deuten, um heraus zu finden, ob wir Culwen mitnehmen sollten. Er sieht, dass der Junge eine sehr wichtige Rolle spielt und so versucht Kesha die beiden zu überzeugen, dass sie uns begleiten sollten. Sie willigen ein. Als Gegenleistung erwarten sie allerdings, das wir für sie Kräuter sammeln. – Was Kesha – in einen kleinen Anflug von Leichtsinn (von uns hat niemand Ahnung wie das Gestrüpp ungetrocknet aussieht) zugesagt hat…

Werden wir etwas finden, was niemanden umbringt?

Welchen Herausforderungen werden wir uns auf der Suche nach dem Prisma noch stellen müssen?

Haben wir überhaupt eine Chance es zu finden – und falls ja, was bedeutet unser Erfolg – oder unser Versagen?

Fortsetzung folgt…

Mord im Schwimmenden Zirkus [Spielbericht Teil 3]

System: Splittermond

Abenteuer: Mord im Schwimmenden Zirkus von Michael Kasternig

aus An den Küsten der Kristallsee

[Teil 2 – aus Spielersicht]

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ACHTUNG! SPOILER! Wer das Abenteuer noch nicht gespielt hat, sollte daher lieber später wiederkommen!

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Das verschwundene Kind

Völlig aufgelöst stammelte Midinia uns vor, dass ihre Tochter verschwunden sei. Wir hatten allerhand damit zu tun, sie erst einmal zu beruhigen, um überhaupt etwas zu verstehen. Natürlich boten wir uns direkt an, bei der Suche nach Simah zu helfen. Zuvor fragten wir jedoch nach Anhaltspunkten. So erfuhren wir, dass Ashkim mit ihr befreundet ist. – Was uns an sich schon ein wenig misstrauisch werden ließ, dennoch half er bei der Suche. Eben WEIL sie seine Freundin sei, wie er betäuerte.

Schlau wie wir (meistens) sind, beschlossen wir uns in kleine Grüppchen aufzuteilen und den Schiffsverband systematisch zu durchkämmen. – Natürlich mit den Füßen, nicht mit einem Kamm!!!

Arrou machten sich gemeinsam mit Bao auf den Weg zum „Freund“ des Mädchens. Kesha unterstützte Midinia und Sierena, während meine Zwerghaftigkeit mit Elja loszog. Akribisch durchsuchten wir die Boote und sahen uns nach Spuren um. Elja glaubte schon eine interessante Spur zu haben, allerdings entdeckte sie in in ihrem Übereifer dann doch nur Steine. – Immerhin waren diese recht ansprechend anzusehen.

Ein lebhafter Fund

Doch schon bald sollten wir auf etwas anderes stoßen: Siemah! Zeitgleich mit uns kamen auch Arrou, Bao und Ashkim bei ihr an. Auf die Frage was sie denn da mache, antwortete das Mädchen: „Ich habe hier geschlafen, um meine Ruhe zu haben!“ Kinder!!! Bao und Arrou ließen ihre Blicke schweifen und entdeckten doch tatsächlich ein Messer auf dem Boot! Geistesgegenwärtig versteckt Arrou es. Später untersuchten wir es genauer. So wie es schien, handelte es sich um eben jenes Messer, mit dem Landiel ermordet wurde! Kesha fand heraus, dass die Klinge sowohl frisches, als auch altes Blut aufwies. Wir vermuteten, dass man versucht hatte es zu vermischen. Auf unsere Bitte hin, führte uns Siemah zu der Stelle, an der sie das Messer gefunden hatte. Das Mädchen erzählte uns, dass sich das Messer in einem Netz verfangen hatte. Für uns lag damit nahe, dass der Täter versucht hatte, die Tatwaffe zu entsorgen.

Spürnase

Bao nutzt die Gunst der Stunde und schleicht sich zum Monsterzelt. Sein eigentlicher Plan war, zu sehen, ob eines der Geschöpfe frisch verletzt ist. Doch er schnappte stattdessen etwas auf, das – sehr wahrscheinlich – nicht für andere Ohren – schon gar nicht seine – bestimmt war: „Sie sind mir auf die Schliche gekommen!“ Als er genauer hinsieht, sieht er, dass die Stimme zu Vahlin gehört. Prentos Assistenten! Und dieser erzählt es – ausgerechnet – einer Finsterschwinge!!!

Als Bao uns von seiner Beobachtung berichtet, verteilen sich die Mitglieder unser kleines Grüppchens, um das Monsterzelt herum. Sie wollen warten, bis Vahlin das Zelt verlässt und ihn dann zur Rede stellen. Ich mache mich, zusammen mit Arrou, auf dem Weg zu Ss’io, in der Hoffnung, dass er, während seiner Gefangenschaft, etwas beobachtet hat. Wirklich viel konnten wir aber leider nicht in Erfahrung bringen, nur das Vahlin immer sehr lange vor dem Käfig der Finsterschwinge gestanden und sie förmlich angestarrt hat. Stand er etwas die ganze Zeit unter dem Einfluss des Geschöpfes? – Was einen Mord natürlich nicht besser macht…

Strafe muss sein

Als Vahlin das Zelt verlässt, tritt Kesha vor ihn und spricht ihn auf unseren Verdacht an. Ihr Gegenüber versucht heimlich etwas aus einer Tasche zu holen, Kesha wird geblendet und Vahlin tritt die Flucht an. Doch offenbar hat er nicht damit gerechnet, dass ihm noch andere Gestalten auflauern. – Arrou und ich sehen den Kampf bereits von weiten, doch wir sind zu weit weg, um einzugreifen. (Ich kann nicht behaupten, dass ich das auch nur annähernd schlimm fand…) Elja gelingt es schließlich Vahlin zu Fall zu bringen. Chanchenlos ergibt er sich schließlich. Auf die Frage nach dem WARUM, erfahren wir, dass Landiel ihm im Weg stand. Als Strafe wurde Vahlin die Verbannung auferlegt. Da uns die Aussetzung in einem Boot auf offener See, wie bei den Afali üblich, irgendwie doch zu rabiat erschien – und wir Bedenken haben, dass er zum Zirkus zurück kommt und weitere Morde begibt – setzen wir ihn auf Eoria an Land.

Ss’io bietet uns an, uns eine Weile zu begleiten, da er in unser Schuld stünde. Doch ich winkte ab, immerhin habe ich ihn nicht befreit, um ihn wieder gefangen zu halten. Er sei frei und könne tun und lassen was er wolle. Sollte er uns begleiten wollen, so dürfe er dieses gerne tun. Nur eben aus freien Stücken! Wir erfuhren das der Naga zusammen mit seiner Familie entführt wurde. Irgendwann wurden sie getrennt. Nun möchte er sich auf die Suche nach ihnen begeben. Bis Eoria wird er dazu gerne bei uns bleiben und auch, sofern er kann, mithelfen. Sei es an Deck oder im Kampf. (Fragt hier auch mal jemand den Zwerg? Ich brauche wirklich KEINE Kämpfe!!!) Auf unser Überfahrt werde ich ihm ein wenig basargnomisch beibringen, damit sich mein neuer Freund (besser) verständigen kann.

Wir für unseren Teil können nun endlich unseren Weg nach Eoria fortsetzen. – Und das nächste Mal lassen wir einen schwimmenden Zirkus einfach einen schwimmenden Zirkus sei. Mit der Zerstreuung und Unterhaltung hatte ich mir das nämlich irgendwie anders vorgestellt…

[Abenteuer Mord im schwimmenden Zirkus: BEENDET]

~°~ Belohung ~°~

Neben Ruhm, Ehre und einer neuen spannenden Geschichte (Gibt es etwa noch einen anderen Grund, warum Abenteuer sich immer wieder auf so etwas einlassen???) überreichte uns Landiels Bruder 10 Lunare, da er dankbar dafür war, dass endlich alles aufklärt wurde. Auch andere Bewohner der Gemeinschaft zeigten sich uns gegenüber erkenntlich. So durften wir uns Gegenstände (im Gegenwert von max. 10 Lunaren) aussuchen. Prechta wir den Afali von unser Hilfe erzählen. Sollten wir irgendwann wieder auf die Afali treffen, wird uns unser (guter) Ruf vielleicht nützlich sein (Einstellung +1). Und einen Freund haben wir mit Ss’io ebenfalls gewonnen!

Mord im Schwimmenden Zirkus [Spielbericht Teil 2]

System: Splittermond

Abenteuer: Mord im Schwimmenden Zirkus von Michael Kasternig

aus An den Küsten der Kristallsee

[Teil 2 – aus Spielersicht]

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ACHTUNG! SPOILER! Wer das Abenteuer noch nicht gespielt hat, sollte daher lieber später wiederkommen!

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Elja die Aufgestiegene

Während „das Gefolge“ das tat, was „die Herrin“ befahl, nämlich ihr zu folgen, herrschte eine angespannte Stille. Ob das nun an unser neuen Rolle lag oder dem was geschehen war, vermag ich nicht zu sagen. Auf dem Schiff berichtet uns Sierena davon, dass Landiel tot aufgefunden wurde. Sie bittet uns um Hilfe bei der Aufklärung dieses Verbrechens, da wir zum (vermutlichen) Tatzeitpunkt bei der Show waren und somit nicht die Täter sein können. (Dabei kennt die werte Dame uns doch gar nicht – und weiß gar nicht, welche verborgenen Talente in uns schlummern. Hah!) Und wie meine Kameraden so sind, haben sie – natürlich – zugesagt. Kesha’s Gemurmel nach einer klingenden Belohnung wurde dabei allerdings überhört.

 Leichenschau

Wir beschlossen uns erst einmal ein wenig umzusehen, denn alle Boote des Verbundes sind offen. Zu Jederzeit kann Jeder überall hin. Auch in die Boote der anderen Bewohner. Da wir alle nicht so recht wussten, wo wir beginnen sollen, machten wir uns auf den Weg zur aufgebahrten Leiche. Dort trafen wir auf die trauernde Witwe Midina, sowie Sirena. Die beiden Frauen, welche den Toten aufgefunden haben. Bei uns Zwergen wäre es eine Ehre, den Toten das erste Geleit zu geben und ihn feierlich zum Clan zu tragen. Aber in diesen Kulturen scheint es eher ein Schock zu sein… Nach einer kurzen Trauerbekundung, sahen wir uns die Leiche genauer an. – Zumindest alle bis auf Ar^rou, der lieber die Gegend beobachtet hat, um doch nichts verdächtiges zu sehen. – Was offensichtlich zu sehen war: Das die Verletzung von einem Messer mit einer breiten scharfe Klingen stammt. Elja lies nicht locker und fand schließlich noch heraus, dass der Tod erst nach Vorstellungbeginn eintrat und das Landiel an seinem eigenen Blut erstickt ist. – Der Arme, wenn schon ersticken, dann doch wenigstens an gutem Schnaps oder an einer frischen Seegurke! – Bao für seinen Teil wird das Gefühl nicht los, dass Midinia etwas verheimlicht.

Das Geständnis

Zu einem späteren Zeitpunkt suchten wir das Gespräch mit Sierena und, mit ein wenig nachbohren, erfahren wir, dass sie eine Affäre mit Landiel hatte. Wie sie sagt handelte es sich dabei nur um eine einmalige Sache. Weiterhin erzählt die Schlangenfrau uns noch, das der Verstorbene immer wieder in Streit mit Prento hatte. Grund dafür ist das Monsterzelt, denn während Prento es als Zeichen von Kunst sieht, kämpfte Landiel stehts für die Freiheit der Wesen.

Solange es noch hell war, wollten wir noch einen Blick auf den Tatort werfen. Wie nicht anders zu erwarten fanden wir Blutflecken. Und Salz. Letzteres ist jedoch nichts ungewöhnliches, wie man uns erklärte: Die Afali haben verkrustes Salz unter den Schuhen und streifen es an den Außenkanten der Schiffe ab.

Der Wettbewerb

Bei unseren Befragungen stießen wir auf Lira Marbell, die senile Witwe, welche uns schon vorher aufgefallen war. Sie ist selbst zu Gast hier, immer begleitet von ihrem Gefolge. – Und hat offenbar sehr viel Spaß daran, dass es einen Toten gibt, denn sie stellt nicht nur die wildesten Theorien auf, sondern will den Täter unbedingt vor uns finden. (Mir soll das nur recht sein, um so eher können wir weiter…)

Und offenbar gibt es noch mehr „Ermittler“, denn auch Rikos stellt seine eigenen Ermittlungen an. Allerdings ist er uns gegenüber nicht grade freundlich gesinnt, meint wir würden Menschen töten. Woraufhin Elja – irgendwie sehr treffend – erklärte: “Wir bringen keine Menschen um, wir helfen nur beim selbständigen sterben.“ Letztlich konnten wir ihn überzeugen die bisher gewonnen Erkenntnisse auszutauschen. Wirklich geholfen hat es aber offenbar keiner Seite. Da es inzwischen dunkel war und die meisten Gestalten sich zur Ruhe gelegt hatten, beschlossen auch wir uns zurück zu ziehen.

Große Klappe, ganz klein

Doch bevor ich meinen Gefährten ihren Schlaf gönnte, offenbarte ich ihnen noch meine Befreiungsaktion des Naga. – Was teilweise mit einem tiefen Seufzen beantwortet wurde. Und teilweise mit einem anerkennenden Grinsen. – Ich erzählte ihnen, dass Ss’io sich in einem Boot versteckt hält und auf mein Zeichen wartet. Der Schlaf musste warten, denn nachdem der anfängliche Plan den Befreiten heimlich auf unser Schiff zu holen, verworfen wurde, lief es darauf hinaus, seine Freiheit bei Sierena, für die Aufklärung des Mordes zu erbitten. (Wobei ICH dagegen war. Wo gibt es denn sowas? Ein denkendes Lebewesen gehört in die Freiheit!) Da Ss’io nicht ihr „Besitz“ ist, konnte sie es jedoch nicht entscheiden und lies Prento rufen. – Bis zu seinem Eintreffen unterrichten wir die Älsteste über unsere bisherigen Erkenntnisse. Sie hört immer interessierter zu, erlaubt sich jedoch kein Urteil. – Prento stimmt der Vereinbarung, nach Bao’s sachkundigen Argumenten (sowie einen sehr scharfen Blick von Sierena) schließlich zu. So kommt es, dass wir den Naga, ganz unheimlich (wobei es schon irgendwie unheimlich war, weil er im dunkeln leuchtet), aus seinen Versteck holen und mit auf unser Schiff nehmen, wo er Essen und eine Unterkunft bekommt. (Es braucht keiner Worte, um zu sehen, wie dankbar er ist. – Und ich keine erfolgreichen Abschluss, um ihn von hier wegzuschaffen…)

Ausgeschlafen

Am nächsten Morgen, nach einer doch sehr kurzen Nacht, versuchen wir unsere Erkenntisse zu sammeln.Doch irgendwie scheint es immer wirrer zu werden, je mehr Fakten wir zusammen tragen..

Da Rikos Ashkim verdächtigt will Bao zuerst mit dem „Verdächtigen“ reden. Dieser erzählt uns, dass er sich in der Tatnacht erleichtern musste und deswegen draußen war. Das fehlende Fleischermesser hatte Ashkim, bis zu unser Frage, noch gar nicht bemerkt. Die Antwort auf die Frage woher wir es dann gewusst haben können, blieben wir ihm schuldig. Wohl alle von uns kam jedoch ein Gedanke: Woher wusste Rikos davon???

FEUERBALL!!!

Da tun die werten Artisten immer so, als seien sie eine große Familie und nun beschuldigt, zumindest hinten herum, Jeder, Jeden. Und – warum auch immer – sind wir es wieder, die dieses Chaos aufklären sollen. Ich mag ja gute Geschichten und so eine Aufklärung ist sicher auch ganz spannend. Doch zu diesem Zeitpunkt schwirrt mir einfach nur der Kopf. (Oder sollte es doch etwa vom Seegang kommen? Ich bin ja nun auch nicht mehr der Jüngste Zwerg…) So machte ich meiner Gruppe ein unschlagbares Angebot: Wir schnappen uns den Naga, legen ab und werfen, sobald wir in sicherer Entfernung sind, einen Feuerball. Schwimmende Stadt weg = Problem gelöst. Aber N-E-I-N, natürlich bekam ich wieder diese Antwort: „KEIN FEUERBALL“. Pfff…

Und während ich mich noch darüber ärgerte, dass meine großartigen Ideen nicht angenommen werden, eilte Midinia auf uns zu. In ihrem Blick war große Sorge zu erkennen: Simah ist verschwunden! Ich kann meine Tochter niergends finden!“

Fortsetzung folgt…

Mittelalter meats. Informationszeitalter [RPG Online]

Corona ist noch lange nicht vorbei und niemand kann absehen, wie lange es uns noch begleitet wird. An das eine oder andere (z.B. Maske in Öffis oder beim Einkaufen), hat man sich, wenn auch zähneknirschend, gewöhnt. An anderes wiederrum nicht: Besonders auf die Einschränkung der sozialen Kontakte fällt zunehmend schwerer, je länger „die Situation“ andauert. Wie ich bereits berichtete, fand daher auch unsere monatliche Splittermondgruppe nicht statt.  Wir ließen sie komplett ausfallen. Aber, wer selbst Rollenspieler ist, weiß wie schwer es fällt, auch nur auf einen Termin zu verzichten… Da ein Treffen ja leider noch immer nicht in Frage kommt (mindestens ein Spieler gehört zur Risikogruppe), entschlossen wir uns, uns die Technik zu nutzen und zu versuchen unser Abenteuer einfach online weiter zu spielen. Während alle anderen bereits Erfahrung damit hatten, betrat ich damit komplettes Neuland.

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Technische Vorraussetzungen

Wirklich viel braucht man tatsächlich gar nicht, um solch ein Pen&Paper-Rollenspiel online zu spielen. Allen voran natürlich einen funktionierenden PC oder alternativ einen Laptop. Zwangsläufig einen Internetanschluss – vorzugsweise mit einer stabilen Internetverbindung, da es wenig Spaß macht, sich immer wieder neu einzuloggen oder von Fehlermeldungen bombadiert zu werden. Damit man seine Mitspieler, und natürlich auch den Spielleiter, hört sind Kopfhörer, sowie ein Mikrofon, damit man selbst auch gehört wird, ein Muss. Am einfachsten und gängisten ist da natürlich ein Headset. (Es empfihelt sich hier bereits vor Spielbeginn einen Soundcheck zu machen, damit es zu keinen unnötigen Verzögerungen kommt.)

Während die Spieler im „real life“ um einen Tisch herum sitzen, auf dem z.B. das benötigte Kartenmaterial liegt, braucht es für die Onlinevariante natürlich eine andere Lösung. Unsere war „Roll20„. Diese Seite hat nicht nur den Vorteil, dass sie kostenlos ist, sondern auch, dass man hier, neben Karten, Kampfskizzen und Co., auch gleich darüber würfeln kann. – Und die Würfe bzw. Ergebnisse jeder sehen kann. Also quasi wie am Spieltisch.

Damit das mit der Kommunikation auch klappt. – Es wäre ja doch ein wenig umständlich und vor allend Dingen unübersichtlich, wenn jeder in den Chat schreibt, was sein Charakter grade macht. – braucht es noch ein Programm, über das sich sprechen / hören lässt. Soweit ich weiß, geht das zwar auch über Roll20, wenn man ein seperates Programm nutzt, aber so läuft es nicht nur stabiler, sondern, sollte doch mal etwas nicht funktionieren, weil z.B. der Browser abstürzt, kann man zumindest kurz „Stopp“ rufen. Unsere Gruppe nutzte dafür Teamspeak. – Als gänige Alternative gibt es da noch Discord. Allerdings weiß ich da von einigen anderen Spielern, dass es bei denen damit Schwierigkeiten gab, weil Discord das Mikro nicht erkannte etc..

Wenn ihr online spielen möchtet braucht ihr also gar nicht viel. Das Meiste habt ihr vermutlich eh schon (PC/ Laptop/ Internet) und den Rest (Programme) könnt ihr euch kostenlos installieren bzw. euch dort online einloggen.

Gameplay

Natürlich ist es etwas anderes online zu spielen. Das geht schon damit los, dass man die Gesichter der Mitspieler nicht sieht und die „O-Töne“ auch nur zu hören sind, wenn die Person eben den „Redeknopf“ drückt. Auch das Haptische, sprich das Schieben der Figuren auf der Kampfskizze und natürlich das allerwichtigste: Die Würfel, fehlen. Auch wenn das alles virtuell dargestellt wird, irgendwie fehlt etwas. Dazu kommt, dass man sich natürlich erst einmal mit der Anwendung vertraut machen muss. So war ich ganz stolz, dass ich es geschafft hatte, zwei virtuelle Würfel zu rollen. Doch leider meldete sich ein Spieler, der mich darauf hinwies, dass es W20 und nicht, wie für Splittermond benötigt, W10 waren… Beim zweiten Versuch hatte ich zwar einen W10, aber eben auch nur einen. Aber alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei und dann schaffte ich es auch zwei W10 zu würfeln! 😀

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Fazit

Nach anfänglicher Skepsis fand ich diese Onlinerunde tatsächlich gar nicht so schlecht. Zwar fehlt ein wenig das Haptische und man muss sich erst daran gewöhnen, dass einen die Mitspieler nicht direkt hören oder ein Nicken ja eben nicht sehen können. Tatsächlich funktionierte es aber letztlich sogar besser, da eben nicht alle durcheinander geredet haben. Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist: Das ganze Off-Topic-Gerede, welches sonst nicht nur sehr nervig ist, sondern auch extrem viel Spielzeit kostet, ist (fast) weggefallen. Es wurde sich auf das Wesentliche konzetriert. Zumindest mehr oder weniger. Bei dem einen odern anderen Spieler hatte ich das Gefühl, dass sie irgendwann „abgeschaltet“ haben. Auch mir fiel es zunehmend schwerer mich zu konzentrieren. (Was allerdings am Abenteuer liegt, mit dem ich einfach nicht warm werden.*) Auch wenn mir am Ende der, etwa vier stündigen, Seassion die Augen brannten, so war es doch eine gute Alternative, um eben überhaupt weiter zu spielen können. Aber, um ganz ehrlich zu sein, ich freue mich jetzt schon wieder auf eine Liverunde. Wann auch immer es diese wieder geben wird…

RPG-Room

(*Der Spielbericht folgt in den nächsten Tagen. Bleibt neugierig! ;-))

Moonshades – Abwechslungsreiches Dungeon

Wieder ein Sonntag. Wieder, dank Corona, der Ausfall der monatlichen SpliMo-Gruppe, wieder ein Gaming-Tipp für euch. 🙂

Mitgebracht habe ich euch heute wieder einen Dungeon Crawler – und ja, es ist auch dieses Mal wieder ein Dungeon-Rollenspiel. Auch gleich: Kostenlos und komplett ohne Werbung. – Ansonsten aber anders, als das zuletzt vorgestellte Game. Aber seht selbst:

Bei „Moonshades“ schlüpft ihr in die Rolle von gleich zwei Charakteren, die ihr auch zeitgleich steuert. Klingt kompliziert ist, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, aber ganz einfach. Man muss nur beide Hände am Smartphone lassen. 😉 Zwar ist die Steuerung etwas retro, da es hier kein Steuerrad, sondern Pfeile gibt, mit dem die Richtung gesteuert wird, nach kurzer Umgewöhnungsphase kam ich jedoch gut zurecht. Etwas nervig ist für mich noch immer die Tatsache, dass z.B. Truhen im Inventar nicht mit einem Doppelklick o.ä. geöffnet werden können, sondern erst auf ein entsprechendes Icon geklickt werden muss. Wie gesagt, retro. Aber irgendwie macht auch das hier wieder den Charme aus.

Im Dungeon gibt es nicht nur Monster (von Skeletten über Orks und Magiern bis hin zu Riesenspinnen ist alles dabei), sondern auch einige NPC – und die haben Aufträge, deren Erfüllung sich (meist) lohnt. Es winken Belohnungen, z.B. in Form von seltener Ausrüstung oder magischen Zutaten. Die Kämpfe sind alles andere als einseitig, denn nicht nur die eigenen Charaktere gewinnen an Stärke und Geschick. Also aufgepasst! Wie gut, dass man selbst die Möglichkeit bekommt, Erfahrungspunkte auszugeben und damit auch einige magische Fähigkeiten freizuschalten.

Während der Spieler die Aufträge erfüllt und dadurch durch das Dungeon wandert, setzt sich, nach und nach, immer ein wenig mehr das Puzzle zusammen, was er hier eigentlich soll, was geschehen ist,… Es fühlt sich ein wenig an, als bekomme man sein Gedächtnis zurück. Toll gemacht.

Wie so oft, gibt es auch in diesem Spiel Rätsel bei denen ich alles hunderte Male abgesucht habe, theoretisch auch herausgefunden habe, wie es gehen könnte, praktisch aber nicht weiter kommen. In solchen Momenten muss aber niemand verzweifeln, denn Hilfe bekommt der Spieler auf Discord. Besonders die deutschsprachige Community ist zwar sehr klein, daher aber auch sehr nett und hilfsbereit. 🙂

Ich selbst spiele auf einem Smartphone mit Android, mit einem Android-Simulator (z.B: BlueStacks) soll es es auch möglich sein auf iOS oder dem PC zu spielen. Insgesamt läuft das Spiel bei mir stabil. Nur einmal, sind meine Charaktere IN eine Mauer gelaufen und wandelten auf dunklen Faden. Nach einem Neustart war dieses aber glücklicherweise behoben.

~°~ Fazit ~°~

Mich hat „Moonshades“ bereits vor mehren Wochen total gefesselt, da es schon fast so etwas wie ein kleiner Ausgleich zur fehlenden „real-P&P-Runde“ ist: Charaktere erstellen, NPCs kennenlernen, Aufträge erfüllen, Bereiche erkunden, gegen Monster kämpfen, Rätsel lösen, Tränke brauen/ schmieden/ kaufen/ verkaufen, Belohnungen einsammeln, Charaktere steigern,… – im Zweifel auch (virtuell) sterben. Alles drin und daher ein schöner und vor allen Dingen langfristiger Zeitvertreib.

Dungeon Faster – Mit Strategie zum Ziel

Eigentlich wäre heute einer unser regelmäßig stattfindenden Rollenspielrunde. Aus Sicherheitsgründen hatten wir dieses bereits, vor dem Kontaktverbot, abgesagt. (Da wir ja fast tgl. mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, ist ja nicht ausgeschlossen, dass wir trotzdem Überträger sind.) Das heißt, nun haben wir quasi gewonnen Freizeit. Das die nächsten Termine für unsere „Tischrunden“ stattfinden, steht ja auch noch in den Sternen. Derzeit sind wir alle auf eine längerfristige Zeit (bis weit nach April) eingestellt. Vermutlich werden wir uns dann Online treffen, aber das ergab sich bisher leider noch nicht.

Da ich zwischendurch auch ganz gerne mal am Smartphone Dinge, die eben in Richtung Rollenspiel gehen, spiele, möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch das eine oder andere vorstellen.

Den Anfang macht:

Dungeon Faster

Ein kleines, aber durchaus feines, Dungeon-Crawler, bei dem in erster Linie Strategie, aber wie so oft, auch ein Quäntchen Glück, benötigt wird. Anfangs mag es total einfach erscheinen, doch der Schein trügt: Das Spiel reagiert auf alle Entscheidungen, die der Spieler trifft, daher bietet diese App langanhaltenden Spielspaß.

Charaktere

Anfangs wird ein Charakter gewählt. Die Wahl steht zwischen:

THIEFO = unerschrockener Ausgestoßener aus dem Osten. Er entdeckt auch Wertvolles an augenscheinlich trostlosen Orten.

PALADYNA = Eine wunderschöne Kriegerin aus dem Süden des Landes. Sie hat unglaublich gut trainierte Sinne und kann sich selbst heilen.

BURBAR = Ein Krieger der aus den zerklüfteten Bergen im Norden kommt. Er ist stark, geschickt mit seinen Waffen, aber nicht sehr helle. Aber was soll‘s. Was nicht mit Haudrauf überwältigt werden kann, kann auch mit roher Gewalt nicht besiegt werden.

SORSELER = Der Sorseler kommt aus einem fürchterbaren Wald im Westen. Sein Volk ist bekannt für fortschrittliche magische Fähigkeiten.

KUNTERRA = Keiner weiß wo sie herkommt aber jeder kennt ihre legendären Jagdeigenschaften. Du möchtest es auch nicht aus erster Hand… erstem Fuß… oder erstem Kopf erfahren.

Spiel

Ist, an sich, schnell erklärt und irgendwie auch nicht. Der gewählte Charakter betritt das Dungeon und arbeitet sich, Raum für Raum, vor. Dabei gilt es Platten aufzudecken, unter denen sich nicht immer nur Gutes, wie z.B. Gold oder Heiltränke, verbirgt… (Sich zu merken wo was ist, bringt nichts: Wir der Raum erneut betreten, sind Dinge und Gegner an ganz anderen Stellen!)

Unter einer der Platten liegt der Ausgang verborgen, doch den Schlüssel dazu, hat einer der Bewacher. Je weiter man ins Innere vordringt, desto schwerer sind diese zu bekämpfen. So ein Kampf wird rundenbasiert ausgeführt: Ein Zug der Spieler, ein Zug der Gegner usw.. Glücklicherweise gibt es keine Zeitvorgabe, so dass man sich eine Strategie zurechtlegen kann. – Aus Erfahrung sei gesagt: Diese geht nicht immer auf, denn welche Ausrüstung oder Fähigkeiten (alles dargestellt durch Karten. Das Kartendeck stellt man sich selbst zusammen.) man grade nutzen kann, hängt oft auch an der gesammelten Anzahl Runen. Manche Karten lassen sich auch mit Gold ausspielen und andere Fähigkeiten bringt der gewählte Charakter vielleicht sogar schon mit. Aber hat man sich für „den richtigen“ entschieden? Und die besten Karten / die beste Ausrüstung gewählt?

Fazit

Bereits direkt beim öffnen des Spiels fällt eines auf: Die tolle Grafik. – Nicht im Sinne von Ultra-HD, sondern im Sinne von: Spaß an lustigen und liebevoll gestalteten Grafiken.

Das Spiel lässt sich komplett und ohne InApp-Käufe durchspielen. Kein „PlayToWin“, sondern wirklicher Spielspaß ohne Einschränkung. Wer dennoch ein bisschen mehr möchte, hat die Möglichkeit Adeliger zu werden und sich ein Haustier zuzulegen, welches dann z.B. eine besondere Fähigkeit mitbringt und natürlich auch mitkämpft.

Mir gefällt Dungeon Faster richtig gut, da es kostenlos ist, schön anzusehen und dazu noch wesentlich mehr als nur ein Point-to-click-Adventure. Für alle die Rätsel und Herausforderungen lieben. Runterladen lohnt sich! Viel Spaß! 🙂

Splittermond – Was kommt [HeinzCon 2020]

Kaum angefangen, ist sie auch schon wieder (fast) zu Ende: Die HeinzCon 2020 – dieses Jahr leider ohne Orkenspalter TV. 😦 Dafür mit einigen neuen Gesichtern und im schlankeren Gewand.

Direkt zum Einstieg gab es am Samstag „Qua Vadis Splittermond 2020“. Tatsächlich auch genau das was mich, vom diesjährigen Programm, am meisten reizte, denn wer das Auf- und Ab des Uhrwerkverlages verfolgt hat, weiß von der überstanden Insolvenz. Da ich bei Splittermond (SpliMo) seit Anfang an dabei bin, ist es irgendwie auch mein „Rollenspielbaby“, welches mir am Herzen liegt und ich eben nicht missen möchte. Für allen denen es genauso geht, habe ich einige kurze Fakts mitgebracht die, von Verlagsseite aus, kundgetan wurden:

Als erstes wurde mit dem Gerücht aufgeräumt, dass einige Autoren auf Grund der Insolvenz den Verlag mussten. Natürlich sind einige Stellen reduziert wurden, z.B. auf Teilzeitstellen, reduziert und von den 16 Mitarbeitern sind derzeit noch 8 direkt für den Uhrwerkverlag tätig. Die anderen Mitarbeiter brauchen etwas Raum, z.B. durch familiäre Ergebnisse (Kind) oder einen Jobwechsel. Von Patric Götz aus, würde er sich sehr freuen, wenn die „alten Hasen“ irgendwann kommen, zumindest als Freelancer. – Und ich denke, dass auch viele SpliMo-Fans sich sehr freuen würden. Ich in jedem Fall. 😉

Folgende Erscheinungen sind fast fertig:

  • Der dritte Band der Hexenkönigin (Abenteuer)
  • Machtspiele (Abenteuer)
  • Geisterband (64-Seiter über die Geisterwelt, mit Regeln und Infos für Spielleiter wie dramatische Szenen erzeugt werden können)
  • Akori / Südakori (Regionalband)
  • Die Stromlandinseln („großer“ Regionalband)
  • Der laaaang ersehnte (!!!) – Alchemieband (Regeln, niedere Alchemie wie Kräuterkunde, längere Haltbarmachung,… – höhere Alchemie, z.B. Eisbomben; Unterstützung von reisenden Alchemisten, samt Nebenwirkungstabellen, bei denen die Stufen erst „weggeforscht“ werden müssen.)
  • Neuauflage der Einsteigerbox – mit reduzierten Archetypen und fester Tickleiste. Das besondere: Die Box erscheint in Kooperation mit Pegasus und wird auch in Spielzugabteilungen erhältlich sein, so dass – hoffentlich – noch mehr Menschen für Splittermond begeistert werden. Die Box soll zur Spielemesse 2020 erscheinen.
  • Neuauflage des Spielleiterschirms, evtl. mit neuem NSC-Heft (über letzteres herrscht jedoch noch Uneinigkeit im Verlag)
  • Mondzeichenmarker aus Acryl in der Farbe Eisblau
  • Tickleistenmatten – abwischbare Matten (für die derzeit allerdings noch ein geeigneter Stift gesucht wird ;-)) – Bei der Tombola gab es als Hauptgewinn einen der Prototypen zu gewinnen, was einen regelrechten Run auf die Lose auslöste.

In Planung:

  • Selenia-Kampagne – mit 3 Bäden á 2 Abenteuern
  • Farukan (Abenteuer)
  • Die Splittermondromane werden fortgesetzt, allerdings mit etwas Verzögerung, da derzeit andere Projekte Vorrang haben. Nach derzeitigem Stadt geht es Endes 2020/ Anfang 2021 weiter.
  • Die Eoria-Box liegt derzeit auf Eis, da es sich um ein Herzprojekt von Katrin und Ulli handelt, die nach ihrer Findung in ihre neue Jobs wiederkommen und daran weiterarbeiten werden.
  • Die Reihe „Mondsplitter(kleine ready-to-play-Abenteuer) wird nicht fortgesetzt. Stattdessen wird es Erweiterungsboxen mit Archetypen und passenden Abenteuern geben.

Alles in allem eine durchaus interessante Stunde, die auf viele tolle neue Erscheinungen hoffen lassen. – „Natürlich“ sind auch wir nicht ohne neue Errungenschaften abgereist. 😉